It´s not a feature, it´s a bug: 4-4 beim Roten Turm

Eigentlich wollte unsere Erste durch einen Sieg beim Mitabsteiger RT Altstadt die in der Vorwoche verlorenen Punkte wieder reinholen,
aber letztlich durften wir mit einem Mannschaftsremis zufrieden sein.
An den hinteren Brettern waren die Rollen schnell verteilt. Patrick konnte uns schon nach 1 1/2 Stunden in Führung bringen – wie genau blieb von mir unbemerkt, aber sein Kontrahent zeigte sich im Anschluss schwer beeindruckt.
Stefan hatte seinen Gegner mit einer Art verzögertem Muzio-Gambit angesprungen, wobei sich statt der f- die g-Linie öffnete, Schwarz gab die Mehrfigur bald zurück, aber Ausgleich ergab das auch nicht. Zappenduster sahs dagegen bei Vadim und Uli aus. Beide hatten zwar erstmal „nur“ einen Minusbauern, aber ihre passiven Stellungen boten keinerlei Aussichten auf Gegenspiel.
Vorne gabs halbe Punkte von Alfons und Peter – ohne nennenswerten Feindkontakt – sowie Christoph, der immerhin ins Turmendspiel musste. Als Indikationsbrett über Wohl und Wehe bot sich daher Brett 3 an. Martin und sein Gegner spielten eine postmoderne Verteidigung – 1.e4-g6 2.h4-h6 – und in diesem „Freistil“ gings auch weiter. Unterwegs ließ Martin einen – ziemlich computeresken – Gewinn aus, wurde später allerdings von einem schönen Damenschwenk entlang der 5.Reihe ausgekontert.
Nachdem Stefans Gegner an dem Versuch ca. 20 brauchbare Züge in einer Minute auszuführen gescheitert war, führten wir mit 3,5-2,5. Aber da waren ja noch unsere Sorgenbretter.
Den Mannschaftspunkt sicherte schließlich Vadim, der sein Turmendspiel trotz Bauernunterzahl traumwandlerisch sicher zum Remis führte, während Ulis Gegner keine Luft mehr rein ließ und den Schlusspunkt setzten konnte.
Keine Frage, das Unentschieden hilft den Altstädtern vorerst mehr als uns, aber mimimi gilt nicht.
Dann müssen wir eben nächste Woche den Klassenprimus aus Garching umhaun. Das wird ein Spaß.

Thomas, Vitaliy, und Andy glänzten, aber durch Abwesenheit

Drei weltberühmte 1700 zu ersetzen, galt es Dienstagabend, im Neuperlacher Voralpengebiet. Tapfer, unerschrocken und heroisch, waren mit Helmut Eckstein und Karsten Jessen, zwei ehemalige Leidensgenossen aus der letztjährigen 4. Mannschaft,  Rudis Aufruf zur Sendlinger Fahne, gefolgt. Und sie standen aufrecht bis zuletzt, mitten im Lawinenabgang. (Den vermutlich der dusselige Rudi ausgelöst hat)

Dabei leuchtete über unserem 1800 Philidor, herrlichstes Vagabundenwetter. Und schon hieß es: Fels ist erzwungen,  frei Herz und Lungen,  ach wie so schön ist die Welt!

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Oben spielte Schwarz Sc5? darunter Weiß leider nicht Dh8! sondern Sfe5+filip5

hier verlor Schwarz nach Sd3? schnell, (Se4  wäre besser gewesen)

 

Daneben marschierte Bergführer Reger auf und ab, durch dick und dünn, unaufhaltsam, vorwärts immer, rückwärts nimmer. Der Perlacher wurde müde und müder, aber Klaus marschierte weiter, immer weiter, und schließlich flatterte auch auf diesem Gipfel, die schöne Sendlinger Fahne.

Aber dann kam Unwetter auf, und der sonnenverwöhnte Hakan,  wurde klatschnass, und musste nach dem Sanitäter rufen.

Nebenan aber pfiff der Wind durch Vitaliys leeres Zelt, und als der Perlacher Alpenfreund, eine Stunde auf und ab gegangen war, sah er das Date als beendet an. Eigentlich wäre der Rudi für Vitaliys Erscheinen auserwählt gewesen. Er wartete auch 20 Minuten, am ausgemachten Verabredungspunkt. Aber vieleicht war es nicht die Uhrzeit, sondern der Tag, der Vitaliy Probleme machte. Leider kam es dem Rudi, owohl er heftig mit der Mailbox von Klaus und Louis telefonierte, nicht in den Sinn, Vitaliy anzurufen. Deshalb hat seine orange Kapitänsbinde, nach erstmals drei, dann vier, jetzt fünf schwarze Punkte. Und um Mißverständnisen vorzubeugen, hier sind nicht etwa ergatterte Brettpunkte gemeint, sondern schlicht und einfach die zweifache Steigerung von „blind“

Auf Brett 5 hatte sich die Partie von Helmut, langsam, aber stetig,  in Top oder Flop entwickelt. Und dann hieß es „er“ oder „ich“. Aus Helmuts Sicht war es „ich“ Ausschlaggebend war ein falscher Königszug nach F1, anstatt H1.

Karsten Jessen hatte die freie Wahl zwischen Brett 7 oder Brett 6.  Kalt wie Hundeschnauze, entschied er sich für die deutlich bessere DWZ . Es wurde das längste Spiel der Abends. Aber trotz gutaussehender Neuperlacher Dame, gab es kein Happy-End.

Auf Brett 7 tobte der Kampf der 1400. Aber er war sehr sehr einseitig. Rudi fand erst Vitaliy gar nicht, dann den Neuperlacher Schachclub fast nicht, einen guten Zug, überhaupt nicht (übrigens, nachher sein Auto wieder fast nicht)

Eine lauwarme Frühlingprise gab es aber dann doch noch auf Brett 8. Louis, welcher die ersten zwei Partien sehr unglücklich verloren hat, wird immer besser, und kommt mit der anspruchsvollen B-Klasse ganz gut zurecht. Nur das Endspiel, hasst er immer noch wie die Pest. Hier einigten sich beide auf Remis

 

Louis-Neumann

Endstand SK Neuperlach 2 gegen SC Sendling 3  endet also   5,5    zu 2,5

FC Bayern 5 gegen SC Sendling 3 endet leider 4,5 zu 3,5

Mit stolzer Brust, stolzer DWZ, und stolzem Schiedsrichter, erwarteten uns die Bayern, am Freitag, den 13.  Und sie gewannen, gerade so, mehr schlecht als recht. Typisch Fortuna, war das Glück mal wieder, auf der Seite des Favoriten.

Filip, Klaus und Hakan hatten es gleich mit 1900 Riesen zu tun, wobei „Riese“ vieleicht nicht ganz der passende Ausdruck für das süße kleine Mädchen ist, welches auf Brett 1, bisher alle Spiele gewonnen hatte. Filip übrigens auch. Deshalb lag das Remis in der Luft, und aus Gründen des Jugendschutzes, wurde dieses auch um etwa 22 Uhr abgesegnet.

Klaus auf Brett 2, kämpfte da schon länger, immer im Bestreben, durch einen Sieg, die Gesamtniederlage abzuwenden. Aber er konnte die Remisschwelle einfach nicht überschreiten.

Jetzt hätten wir auf Brett 3,  auch ein Remis gebraucht,  aber unfairerweise, hatten sich die Bayern, hier mit einem sehr starken Ersatzspieler gestärkt. Und so musste Hakan, zum ungeliebten „Shake Hands“ greifen.

Den ersten Sieg des Abends hatten aber wir, und zwar durch den energisch agierenden Vitaliy, zu bejubeln. Er hatte zum Mattangriff angesetzt, und war nicht mehr aufzuhalten.

Einen weiteren Höhepunkt gab es auf Brett 5, durch Dressman Thomas. Er wurde zum bestangezogensten Spieler des Saales prämiert.  Es schien auch  so, dass sämtliche anwesenden Damen, den Raum verließen, kurz, nachdem er gegangen war. Anscheinend hatte er sich mit allen, zum Trikottausch verabredet. Den Punkt ließ er aber, entweder aus Eile, oder aus Hoffung auf angemessene Entschädigung, liegen.

Auf Brett 6,  hatte der bisher siegreiche Andy, Schwierigkeiten mit dem Datum: Freitag, dem 13.  Anscheinend waren seine Vorfahren Tempelritter. So suchte er in Zeitnot, verzweifelt nach dem rettenden Zug. Es gab ihn, aber er sah ihn nicht.

Brett 7 gehörte Rudi, (anfangs.) Er wusste von seinem starken Gegenspieler,(1793) Aber da er schon oft gegen Schwächere verloren hat, war es ihm egal. Und was soll man sagen, er spielte ihn (fast) in Grund und Boden. Aber ein kleines Manko gab es doch. Rudi vergaß vor lauter Begeisterung, die Uhr zu drücken. Und die nahm es ihm übel. So musste er die letzen 10 Züge bis zur ersten Zeitkontrolle im Blitzmodus absolvieren. Da war er gar nicht so schlecht. Jedenfalls erreichte er nach 40 Zügen, ein Endspiel, mit Läufer gegen Springer und zwei Mehrbauern.  Aber der Rudi vermochte den Blitzmodus nicht mehr zu deaktivieren. So ging es weiter, auf Teufel komm raus. Und der ließ nicht lange auf sich warten, verhexte Rudis König, so dass dieser total irre wurde, und im links, rechts, vorwärts, rückwärts Modus, mit seinem Gesäß, die liebevoll aufgebaute Stellung umwarf. Und als ob ein doofer Hintern nicht genug wäre, erschien der bayerische Oberaufseher, und griff eigenhändig ins Spiel ein. Zweimal hintereinander, stellte er Rudis Läufer wieder auf dessen Ausgangsfeld und monierte: Erst schreiben, dann ziehen. Ob berechtigt oder nicht, Rudi beschimpfte ihn lautstark, als Nervensäge. Und siehe da, der einsetzende Adrenalinschub machte aus Flasche leer, Flasche halb voll. Leider, leider aber doch zu wenig, und er musste mit Remis heimgehen. Obwohl es eigentlich sehr glücklich war, siehe unteres Diagram

Pos6Pos7

Rudis weiße Stellung nach 39 Zügen, und dann nach 62 Zügen  schon hoffnungslos, aber es kam Sxc6? und Rudis König kam heran.

 

 

Da nebenan auf Brett 8, Louis seinen etwa 150 Pfund( dwzmäßig) schwereren Gegner, nach Figurengewinn, unbarmherzig niederrang, ist es doppelt schade, dass Fortuna nichts von uns wissen wollte.( obwohl sie Rudi wenigstens das Remis schenkte)

 

 

 

 

 

 

Sendling 2 – Fazit nach 3 Runden

1. SC Sendling 2 – SC Neuhausen 1908 1 4.5 : 3.5

In der ersten Runde hatte wir es gleich mit dem Bezirksliga-Absteiger aus Neuhausen zu tun. Den Auftakt machte Patrick, der einen sehr schönen schnellen Sieg einfuhr. Es folgte Bernd, der die Dame seines Gegner mitten auf dem Brett „einfing“, was nur mit Figurenopfer zu verhindern war. Der Rest war für einen so top-soliden Spieler wie Bernd leichtes Spiel, 2-0 für uns.

Ich selbst hatte es mit einer Aljechin-Verteidigung zu tun, bei der sich im 10. Zug die Damen tauschten. Mein Gegner startete (trotzdem) einen Bauersturm am Königsflügel, der aber einen Bauern kostete, kurz danach einen zweiten und noch einen dritten beim Übergang ins Turmspiel. Der Rest war „Sache der Technik“, Zwischenstand also 3-0.

Es war aber klar, dass es knapp werden würde, da an den ersten drei Brettern die Gegner für uns dieses Mal zu stark waren. Und tatsächlich stand es plötzlich 3-3, unter dem Jubel der anwesenden Fans aus Neuhausen.

Leonid hatte eine Figur mehr, sein größter Feind ist und bleibt aber die elektronischen Uhr. Damit kommt er nicht zurecht. Jedenfalls ließ er vor der Zeitkontrolle ohne Anzeichen von Hektik die Uhr runter laufen, so dass ich hier schon eine Niederlage auf Zeit kommen sah. Eher zufällig schafte er seinen 40. Zug mit noch ein paar Sekunden auf der Uhr. Das entstandene Endspiel gewann Leonid dann leicht und ohne weitere Zeitprobleme, damit 4-3.

Martin stand während der ganzen Partie sehr gut, die Stellung war jedoch sehr kompliziert, was auch daran lag, dass nach 40 Zügen gefühlt noch der ganze Figurensatz auf dem Brett stand. In einer Stellung, in der alles möglich war, gab es das dann das wichtige Remis zum 4,5-3,5 Auftaktsieg.

2. SC Tarrasch 45 München 3 SC Sendling 2 6.0 : 2.0

Ein kleines Fiasko erlebten wir in der zweiten Runde bei Tarrasch. Zwar gingen wir wiederrum durch einen schnellen, schönen Sieg von Patrick in Führung und nach einem ebenfalls schnellen Remis von Bernd schien noch alles in Lot. Es folgten Niederlagen von Tim (der für Richard am Start war) und Ingo. Leonid hatte so etwa im 30. Zug die Zeit überschritten, sein Gegner reklamierte aber nicht, sondern spielte einfach zum Gewinn weiter. Nach einer Niederlage von Eduard und einen Remis von Martin stand es folglich bereits 2-5. Ich selbst hatte eigentlich eine „Gewinnstellung“, die ich in Zeitnot zuerst in einen Ausgleich verwandelte und im 40. Zug mit 8 Sekunden auf der Uhr in eine Verluststellung. Es folgt noch wildes Geholze mit Turmopfer, Gegenopfer, Umwandlungen und Dauerschachversuchen. Als alle Türme, alte und neue Damen vom Brett verschwunden waren, hatten wir ein Bauerendspiel, bei dem der Bauer meines Gegner leider ein Zug vor meinem zur Dame wandelte. Aufgabe um 0:15 Uhr, alles unter Beobachtung von FM Buchner, Endstand 2-6.

3. SC Sendling 2 – SC Roter Turm Altstadt 2 5.5 : 2.5

Auch an diesem Abend gab es einen prominenten Zuschauer, International Arbiter und Richter a.D. Ralph Alt.

Und wieder machte Patrick den Auftakt, diesmal mit einem schnellen Remis, gefolgt von einem Remis von Fabritius. Ich selbst hatte es mit einen „Najdorf/Scheveninger“ zu tun. Mit einem ziemlich schönen Trick konnte ich eine Qualität gewinnen, wobei abzuschätzen war, ob die entstehenden schwarzen Freibauern nicht eine zu große Gefahr werden würden. Ich entschied, dass alles in Ordnung sein würde und so kam es dann auch. Nachdem noch einige Klippen zu überwinden waren, konnte ich den vollen Punkt einstreichen. Es folgte ein weiterer Sieg von Bernd mit einer glanzvollen Mattkombination sowie ein Sieg von Martin mit einem taktischen Feuerwerk sowie dem sehr schönen „stillen“ Zug Kh8, damit 4-1 für uns. Ingo hatte zwar 2 Mehrbauer, es waren aber noch alle Schwerfiguren auf dem Brett und sein Gegner war ziemlich lästig in seine Stellung eingedrungen. Das ganze roch ein bisschen nach Dauerschach oder vielleicht sogar mehr. Ingo fand einen Weg zur Vereinfachung und sicherte damit ein Remis. Eduard hatte ein Endspiel T+L+2B vs. T+4B, welches nach einigen Gewinnversuchen im Remis endete.

Die Partie von Leonid war voller Dramatik, bezogen auf Stellung und Zeit. Das alles auszuführen, würde den Rahmen sprengen. Jedenfalls stand kurz nach Mitternacht ein Unterschieden im Spielberichtsbogen. Endstand damit 5,5 – 2,5 ohne eine Verlustpartie.

Derzeit sind Bernd und Patrick mit 2,5/3 unsere Top-Scorer.

Doppelniederlage in Runde 3 bei Bayern

Die erste und die dritte waren zusammen Gast bei Bayern im Anton Fingere Zentrum und die Gastgeber waren zwar freigiebig bei Getränken und Süssigkeiten aber umso geiziger mit Mannschaftspunkten. Beide Teams verloren – etwas unerwartet! Bei uns in der ersten waren die Weichen auf Niederlage gestellt, nachdem Vadim schon nach 7 Zügen eine Figur einstellte und aufgab. Erst als schon alles klar war, durfte ich dann den einzigen vollen Punkt einfahren in einem zahmen Benoni, das zum Schluss hin richtig wild wurde.

Erste bleibt erfolgreich

Auch am zweiten Spieltag bleibt die erste Mannschaft erfolgreich, auch wenn es mit 4,5-3,5 gegen Schwabing denkbar knapp war. Zu verdanken war der Sieg Uli und Peter, wenn man von der wilden Stellung von Uli absieht war der Höhepunkt des Wettkampfs in der Partie am ersten Brett zu finden. Dort hatte der Gegner von Alfons mit dem Bauern auf g6 geschlagen und die Dame auf f7 angegriffen. Dann war er aufgestanden, sah sich kurz um, liess sich wieder nieder – und griff beherzt mit dem Bauern von g6 nach der Dame auf f7. Leider war er nicht am Zug, so dass sein Griff nach der Dame nur Heiterkeit, aber keinen Materialvorteil brachte…

Sendling 3 gegen Roter Turm 3 endet 4 : 4

Ein dreifach Hoch, hoch, hoch, dem Helden Hakan Uzun !!!

Als die Not am größten und das Ende der Menschheit am nächsten, war Hakan Uzun unsere letzte Hoffnung. Und wie Aragorn, der einstige Waldläufer, zerschlug Hakan mit  seinen schwarzen Läufer, die gegnerische Bauernstellung. Sekunden vor der ersten Zeitkontrolle, hatte er seinen 40. Zug ausgeführt. Rudi Ratlos, der mit bangem Herzen, an der 15minütigen Überlegung und Tiefenrechnung Hakans mitfieberte, sah allerdings nur Bahnhof.  Auch der Herr aus Mordor, seufzte bereits erleichtert auf, und genehmigte sich noch eine Flasche Bier. Aber beide übersahen die Turmverdoppelung durch Tf3, auf e3. Deshalb hätte der Läufer nicht geschlagen werden dürfen, denn nun drohte Matt nach 6 Zügen, beginnend mit Tf1+ (Besserwisser Fritz, empfahl demnach auch statt Lxg3, Dg1+) Dg1+ statt Tf1+, tats aber genauso, denn nach Se1, kam eben Tfe3, und nach Tce2 kam Td3+ . Weiß gab auf  und Sendling jubelte.

Pos5

 

Auf Brett 1 spielte Filip, laut Fritz, eine  Anti- Meranervariante des Damengambits. Einige Zeit signalisierte er „shit happens“  aber plötzlich gab es einen Springer für zwei Bauern, und er sah wieder zufriedener drein.

Pos4

Hier hatte Filip nach Dh5, Sec6 gezogen, worauf Weiß mit Sef5  Eindruck machen wollte. Daraufhin gab es Te8 schlägt Te2. Mit Dxe2, hätte Weiß der späteren Gabel ausweichen können. Aber Te1 schlägt Te2, beantwortete Filip mit Df4. Und nach g3, kam Dc1+, und nach Kg2, gab es g6

Mit zwei sicheren, mehr oder weniger lang dauernden Remisen, von Klaus und Thomas, hatten die ersten vier Bretter, eine imposante Bilanz vorzuweisen.

Dahinter aber regierte das Grauen. Vitaliy kam erst zu spät und dann unter die Räder.

Zitronensammler Rudis Drehzahlmesser, hatte sich wieder einmal bei etwa 1000 aufgehängt. Im folgenden Diagram zog er  nach Df3, seine Tante nach a5

.Pos6Pos7

Als er dann nach Bauernklau auf c3 und a3, nach f8 zurückkehrte, hätte nach Tg3 , Txd4 zum Ausgleich gegügt, aber Dumpfbacke Rudi zog Dh8???????????

 

Die anschließenden Schockwellen, breiteten sich leider zur Seite aus, und Hobbitfreund Louis wurde voll erwischt.  Nach bisher fabelhaftem Spiel gegen einen starken Gegner, war er nun im Turm-Bauernendspiel angelangt. (je 1Turm) Jede Seite besaß, unter anderem, einen nach vorne stürmenden Freibauern. Aber Louis fürchtete den gegnerischen mehr, als dass er Zutrauen zu seinem eigenen gehabt hätte. Und während der schwarze König vortrefflich mitmarschierte, errinnerte der weiße Monarch, an jenen unvergesslichen Abend, als unser edler, herzensguter  Präsident, mit schreckerfüllten Augen, Rudis König, wie ein aufgeschrecktes Huhn umherirren, erleben musste.

Doch noch einer, leistete Widerstand. Unser gutaussehender und jugendlich wirkender  Andy, war von der zarten Julia auserwählt worden. Eigentlich ist sie ja auf Brett 7 nominiert, aber Frühlingsgefühle kennen keine Grenzen. Und so bekam sie, was Frauen wollen: Wackelige Knie, Schmetterlinge im Bauch, Herzflimmern, und Wuschi- Wuschi Gefühle im Kopf. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie eine Springerattacke mit einem Gegenangriff beantwortete. Nach dem Motto: Zunge auf Zunge. Aber es war nicht dasselbe

MMM 2015 Runde 2

 

 

Eching 1 gegen Sendling 3 endet 2,5 zu 5,5

New fellowship überrascht Echinger Landadel

Jahre hervorragender Gastfreundschaft und goßzügiger Geschenke bleiben unvergessen. Das konnte der Rudi bei den trauten Bekannten in Eching erfahren. Mindestens drei, errinnerten sich mit angenehmer Herzenswärme an ihn. Dass sie diesmal ihre Presents sogar frei Haus geliefert bekamen, fanden sie schon mal sehr nobel.

Aber sie wurden alle betrogen.  Frodo und Sam hatten diesesmal nur Elbenkrieger mitgebracht.  Einen davon gar aus Elronds Garde.

Die bald einsetzende Erkenntnis und Verwirrung fand ihren Höhepunkt in der Begebenheit, daß der Echinger Mannschaftsführer, (1864) unaufgefordert das Vorstellen der Uhren, nach der ersten Zeitkontrolle vornahm, obwohl erst 34 Züge absolviert waren und Hakans Blättchen noch nicht gefallen war.

Kurioserweise war einige Zeit, vorher dieselbe Situation an Rudis Brett. Aber im Gegensatz zum vergeistigten Hakan, hatte hier Rudi, nach langer, sorgfältiger Prüfung, des Gegners gefallenes Blättchen, reklamiert. Den Hinweis mehrerer hinzueilender Echinger, die Uhr doch einfach 30 Minuten vorzustellen, lehnte er allerdings dankend ab. Es waren nämlich auch erst 36 Züge absolviert worden.

Nun aber übertrieb unser, stets auf englische Fairheit bedachte Louis, doch ein wenig und verlor im 38. Zug, ebenfalls nach Zeit. Dabei hätte er mit zwei Mehrbauern das bessere Spiel gehabt. Allerdings ein betonierter Springer auf e5 bereitete ihm zuviel Kopfzerbrechen. Und dann schlug dieser auch noch auf g6 ein.

Auf Brett 5  griff Vitaliy mit beiden Händen ins Feuer, und holte die schon verloren geglaubten Punkte wieder heraus.Die Angriffe der f-und g-Bauern, die der Echinger nach vorne trieb, hatten zur Folge, dass Vitaliys König plötzlich im Freien stand. Dann musste sich auch noch die Dame gegen Läufer und Turm opfern, welches schließlich zu einem Endspiel schwarze Dame gegen weißen Turm und weißfeldrigen Läufer führte. Aber nun so nach dreißig Zügen, war Vitaliy warm. Auf der Damenseite stand sich ein Bauernkeil gegenüber und wartete erst mal ab. Auf der h-Linie besaß Schwarz einen Freibauern und versuchte diesen durch abwechselnde Deckung durch Dame und König nach unten zu bringen. Dieses Manöver mißlang. Vitaliys Bauernscheinopfer auf e5, gab die Läuferdiagonale frei, und die auf gleicher Linie wie der König stehende Dame, wurde von Turm und Läufer abgetauscht. Dann schnappte sich Vitaliy den h4,  und  der bisher unglaublich cool und selbstbewußt wirkende Echinger, (er war Rudis Vorjahresbezwinger) geriet in Schockzustand. Anstatt das wichtige Oppositionsfeld f6 zu besetzen,  zog er nach f5   und verlor.

Auf Brett 6,  hatte Andy inzwischen im 18. Zug, Tb6 gespielt. „Sieg Nr. 3“

Andi 26.02.

 

Auf Brett 1 hatte Eching Personalnotstand. Ein Opferlamm wurde auserkoren und Filip machte humorlos, den Schlächter. Allerdings fand er es unter seiner Würde, die Partie zu kommentieren.

Beim Stande von nun „vier zu null“ holte Joachim den noch fehlenden halben Punkt.

Die bereits beschriebenen Partien von Hakan und Louis endeten dann wenig später.

Den schwersten Stand hatte Klaus, gegen den Lord von Eching, de Carbonnel(1912) Dennoch dauerte sein Spiel am längsten.