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Willkommen zur Mannschaftsseite des SC Sendling Hier laden die Mannschaftsführer und alle interessierten Autoren ihre Berichte zur MMM ab. Viel Spaß beim Lesen wünscht Euer Webadmin und Präsident!

Münchner Figurenpokal 2015/16

Für die vier Münchner Jugend-Schnellschachturniere (Höhenkirchen, Deisenhofen, Garching, Unterhaching) wird eine Gesamtwertung ermittelt, in welche die drei besten Ergebnisse eingehen.

In der Saison 2015/16 wurden gleich zwei Altersklassen von Sendlinger Spielern gewonnen: In der U14 war Stefan Schamberger siegreich und freute sich über einen Pokal in Turmform. Dabei war der Erfolg denkbar knapp. Erst in der letzten Runde in Unterhaching schob er sich im Turnier und im Gesamtklassement an Katharina Herich vorbei. Die U8 gewann Theo Schwaiger souverän. Sein Sieg in der Gesamtwertung stand bereits vor dem abschließenden Turnier in Unterhaching fest. Theo durfte sich über einen Pokal in Bauernform freuen.

Lagebericht des SC Sendling 3, B- Klasse 2, 2016,

2016  gab es eine kleine, aber feine Steigerung ,  gegenüber 2015.
Damals retteten uns 4 Punkte, um dem Abstieg im letzten Spiel, zu entgehen. Diesesmal hatten wir nach dem vorletzten Match, schon 5 dicke Dinger, und waren alle Sorgen los.
Dies lag nicht unbedingt an den Abgängen von Filip, Klaus und Andy, die wir günstig an Mirko abgeben konnten, und durch Tim Schmitz, Karsten Jessen und Peter Lutz, adäquat ersetzten. Bei Peter kann man das nämlich  nicht so uneingeschränkt sagen. Er litt, wer weiß wo,  sechs Spieltage lang unter der Tatsache, dass er nicht der Mann, den sie Pferd nannten, sein durfte. Laut eigener, schriftlicher  Aussage, war er aber durchaus vor Ort, so nach dem biblischen Motto: „Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt.“ Da bleibt dem erstaunten Leser nur die Wahl, zwischen: „Glaubet, auch wenn ihr nicht sehet,“  oder,  „wers glaubt wird selig.“ An dieser Tragödie ist zu erkennen, wie wichtig, ein phsychologisch sattelfester Mannschaftsführer ist. Die Idealbesetzung wäre da der edle, feinsinnige Thomas Bergmann,  die Reinkarnation Winnetous schlechthin, geradezu prädestiniert, für den Umgang mit störrischen Wildpferden.

Aber wer nun sagt: Einer fehlt immer, wenns zwei sind, ists schlimmer, hat noch nicht alles erlebt. Rudi musste im dritten Spiel gegen Pasing, als vier Stammspieler das Weite suchten, den sogenannten Volkssturm aufbieten. Und doch holten wir 3 Brettpunkte. Wäre der Stielfried nicht ausgerechnet in der ersten Mannschaft im Einsatz gewesen, stünden wir jetzt mit sechs Mannschaftspunkten da. Hier ist der Zeitpunkt sich bei den Ersatzspielern zu bedanken. Inge Rebien warf gleich dreimal ihre volle DWZ von 1000, in die Waagschale. Leider waren ihre Gegner um einiges schwerer. Ebenso erging es Simon Hugger, der in zwei Einsätzen leichter war. Die Überraschung jedoch, war Michael Nosarzewski. Bei zwei Einsätzen auf Brett 7, und 6, holte er eineinhalb Punkte. Geradezu sensationell,  war seine Bereitwilligkeit, an jedem Brett, gegen jeden Gegner anzutreten. Dies war einmal auf 1, und zweimal auf 2.

Wenn man kampflose Siege und Ligapokal, nicht anrechnet, haben Vitaliy Yegorkin, und der Rudi,  je 4 Punkte erreicht. Wie Tim und Hakan, hat auch Rudi, nur an einer Niederlage zu kauen. Aber die schien bei den Herren der Münchner Schachakademie, bereits vorprogrammiert, denn Darth Vader, mit dem Rudi über Navi verbunden war, orakelte bereits bei der Anfahrt (mitten im Trappentreutunnel)“ kehre, wenn möglich, um“. Allerdings wäre der Hinweis: “ ziehe, wenn nötig, den Springer f6, auf g4 und gewinne den Bauern e5,“ doch besser gewesen, denn der Rudi zog stattdessen Springer e4, und erreichte mit dem Verlust des d-Bauern, das Gegenteil. Sinnigerweise kam er dann auch noch im Bauernendspiel in Zugzwang. Konsequent, installierte der Rudi anschließend ein neues Navi, und verlor ab dann, kein Spiel mehr. Leider reichte es im letzten Spiel gegen die Neuhausener, wie so oft gegen prominente Gegner, nur zu Remis. Im Nachhinein betrachtet, wäre allerdings mehr möglich gewesen. Aber wie im richtigen Leben, und unter uns 1500er, gang und gäbe, kommen eben die lahmen Geislein und die guten Gedanken, immer zu spät.

So ist Vitaliy Yegorkin, an Brett vier, auf den Feldern, die die Welt bedeuten, unaufhaltsam wie ein T34,  der Mann der Saison. Sein Motto hieß: Sieg oder nichts. Grandios war seine letzte Partie gegen den bisher erfolgreichsten Neuhausener, welcher mit sechs Siegen, in allen bisherigen Einsätzen, auch den siebten einfahren wollte.  Als die Entscheidung nahte, sah die Stellung aus, als würde Zeus gegen Odin am Brett sitzen. Trotz drohendem Abzugs- und Grundlinienschachs, glaubte der Neuhausener zumindest an Remis, und genehmigte sich noch ein Weißbier. Allerdings gelang ihm bis zur Aufgabe, nur noch ein Schluck, denn Vitaliy zog Plan B.

Allerdings hätte der Tim an Brett 1, mit einem fast schon sicher geglaubten Sieg, gegen einen 2124 er, weltberühmt werden können, aber der feine Herr aus Neuhausen rettete sich mit Ach und Krach, und Dauerschach, zur überschwenglichen Freude seiner Kollegen,  ins Remis. Somit rutschten wir mit einem Sieg und 5 Remis, gegen die DWZ-Monster von Neuhausen, doch noch an der Sensation vorbei

Kurioserweise hat Hakan an Brett 2, mit dem anzurechnenden Einsatz in der zweiten Mannschaft, „4,5“  also die meisten Punkte, auf seinem Konto. Nun sind aber  zwei kampflos gewonnene Partien in Folge,  dabei. Jedoch brachte uns eine davon, auch den Sieg gegen Südost, also sollten sie schon gelten. Leider hatten sie ihn derart demotiviert, so dass ihm am letzten Spieltag ein Gedankenfehler unterlief, (er glaubte ans Triple) der ihn aber dann doch nicht auf eine Stufe, mit dem, sein Herzblut gebendem, Vitaliy stellt.

An Brett 3 saß ein Apatsche in der Patsche. Jagdtrophäen, etwa Skalps, waren  so dürftig, wie die Bisons in der Prärie. Aber wenn  nicht ausgerechnet bei Neu-Perlach, Weltfrauentag gewesen wäre, wo er, verpflichtet durch sein Indianer-Ehrenwort, bei einer Dessous-Party auftreten musste, hätten es schon mehr sein können. Dennoch verdient keiner soviel Worte des Trostes, wie Thomas Chippendale.  An seinen unglücklichen Niederlagen, spiegelt sich die ganze Tragödie seines Volkes. Man denke nur an unser Date bei den Akademikern mit Niveau. Gerade als Thomas freudestrahlend den einfahrenden Zug ins Glück, betreten wollte, kullerte der schon scheinbar sicher in der Pferdedecke eingewickelte Punkt, auf die Gleise

Sehr stark an Brett 5,  agierte der stets zuverlässige Karsten Jessen. Nur zwei 1800 er, erwiesen sich als besser. Dafür ein lautes, dreifaches Hurra!!!

Brett 6,  war viermal vom Rudi, einmal vom Michael, einmal gar nicht, und zu guter Letzt, (Pferdeflüsterer Jens sei gedankt), auch noch vom Peter besetzt. Beinahe wäre dieser, auch hier kampflos davon gekommen, denn der Neuhausener erschien 55 Minuten später. Da war unser Springer clever genug, schnellmöglichst Remis anzubieten.

King of Remis aber war Louis Giannone. Alle  Partien auf Brett 8,  endeten dementsprechend. Unglücklicherweise musste er anfangs zweimal nach Brett 7, was ihm gar nicht guttat. Erst ein Seminar über Ostern in Australien, bei einem Voodoo Zauberer, brachte Abhilfe, und er konnte ab dann die obligatorische Frage nach dem Spielausgang, immer mit dem Satz: Ich habe einen Bauern mehr, beantworten

Abschließend kann noch erwähnt werden, dass es in allen sieben Spielen,  nur ein einziges Mal vorkam, dass ein Sendlinger gegen einen rangniederen Spieler verlor. Das bedeutet: sehr gut!!!!

 

SC Sendling 2: Zusammenfassung der Runden 2 bis 5

In der zweiten Runde gab es eine sehr knappe und unglückliche 3.5-4.5 Niederlage gegen die wiederum an allen Brettern ca. 200 DWZ-Punkte stärke Mannschaft von Münchener SC 1836/SK Siemens 3, die an Brett 3 mit Reza Azimi einen alten Bekannten aufbot.

In der dritten Runde gab es ein 2.5-5.5 gegen SC Vaterstetten-Grasbrunn 1. Da wir den Wettkampf aber mit 2 leeren Brettern antreten mussten, ging es ohnehin nur um Schadensbegrenzung. Da wäre in Normalbesetzung was drin gewesen.

So ging es trotz hervorragender Leistungen mit nur einem Mannschaftspunkt in die Osterpause.

In der vierten Runde hatten wir SC Haar 1931 3 zu Gast. Zu Beginn gab es Remis von Filip Nöhles und Richard Fabritius. Ich selbst konnte durch eine schöne Taktik einen zuvor verlorenen Bauern mit Zins zurückgewinnen, was kurz danach den Sieg einbrachte. Es folgten Remis von den Edel-Ersatzspielern Martin Ostermann und Hakan Uzun. Zwischenstand damit 3.0-2.0 für uns. Große russische Endspielkunst zeigten Leonid Rybak und Eduard Dvorkin, die beide ihre Gegner im Endspiel keine Chance ließen. Da der Wettkampf bereits entschieden war, gab es noch ein Remis von Andreas Ballmann. Endstand damit 5.5-2.5 für uns. Um 22:22 Uhr war schon alles vorbei.

In Runde fünf ging es im schönen Anton Fingerle Bildungszentrum gegen den FC Bayern München 5.

Auch diesmal startete der Wettkampf mit einem Remis von Filip Nöhles. Es folgten Siege von Martin Ostermann und Andreas Ballmann, was einen doch etwas unerwarteten Zwischenstand von 2.5-0.5 für uns bedeutete. Andreas ist nun mit 3,5/5 und einem DWZ-Gewinn von 50 Punkten unser erfolgreichster Spieler.

Bei Bernd Langen war wie immer Aktion geboten, er opferte eine Figur (oder war es ein Turm?) für Angriff, der -wenn auch mit etwas Glück- erfolgreich war.

Ich selbst war zwischenzeitlich etwas unter Druck, konnte mich aber recht mühelos verteidigen. In einem Doppelturmendspiel einigte man sich auf remis, obwohl ich da eigentlich schon besser stand. Zwischenstand damit 4.0-1.0 für uns. Zu dem Zeitpunkt hatte Klaus Reger einen Turm mehr auf dem Brett. Nachdem alle „Dauerschachschwindeleien“ beseitigt waren, stand der nächste Sieg auf dem Spielberichtbogen.

Unser Top-Spieler an Brett 1, Richard Fabritius, der bis dato der Reihe nach Zollbrecht (2267), Xiong (2188) und Raßl (1948) abremisiert hatte, hatte den ehemaligen Sendlinger Spitzenspieler Thomas Lentrodt (2233) am Rande einer Niederlage. Dieser musste mehrfach den einzigen Verteidigungszug finden, was ihm leider auch gelang. Im Endspiel setzte sich der Freibauer und die Routine von Lentrodt aber durch, die erste Niederlage von Richard.

Leonid Rybak hatte gefühlt seit einer Ewigkeit ebenfalls ein Doppelturmendpiel auf dem Brett. Keine Ahnung, wer hier auf was gespielt hat. Am Ende gab es doch ein Remis, was Leonid süffisant mit „das ist doch seit 2 Stunden Remis“ kommentierte.

Endstand damit 5.5-2.5 für SC Sendling 2. Dies bedeutet nun Platz 4 und den sicheren Klassenerhalt.

Vor dem Finale…

Noch zwei Runden sind zu spielen in der MMM: Die erste und die zweite Mannschaft haben das rettende Ufer schon im Blick.

Die dritte Mannschaft muss noch einmal hart arbeiten, hat es aber vor allem im Spiel gegen Haar selbst in der Hand.

Die erste Mannschaft hat in den Kellerduellen gegen Haar zwar einen Mannschaftspunkt liegen lassen, aber gegen Solln einen deutlichen Sieg errungen.

Vorne an Brett Eins wurde zwar ein Punkt verschenkt, aber dafür hatte Alfons eine sehr gefährdete Stellung gerettet. Naja, ausgleichende Gerechtigkeit, sagt der Präsident und beisst in die saure Zitrone…

1. SF Dachau 1932 1 – SC Sendling 2 4 : 4

In der ersten Runde hatte wir es gleich mit dem Bezirksliga-Absteiger aus Dachau zu tun, einem auf dem Papier übermächtigen Gegner.

Zu Beginn gab es ein Remis von Leonid Rybak. Ich selbst hatte es mit dem allseits bekannten Manfred Tauber zu tun, der sich an diesem Abend aber als fairer Sportsmann erwies. Am Ende ein eher unspektakuläres Remis. Eine schöne Partie spielte Klaus Reger, der zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war, das 3. Remis des Abends. Ein Gemetzel gab es bei Bernd Langen, da war gar nicht klar, wer hier wen Matt setzt. Nach scharfen Verwicklungen stand am Ende leider eine Niederlage von Bernd im Spielbericht, Zwischenstand 2,5-1,5 für Dachau.

Das Board on Fire war auch bei Filip Nöhles. Vermutlich stand Filip auf Verlust, aber er verteidigte sich derart trickreich und aktiv, dass sein Gegner einfach keine Gewinnvariante fand. Am Ende wickelte Filip in ein Endspiel Turm und 3 Bauern gegen Turm, Springer und 1 Bauer ab, welches von keiner Seite zu gewinnen war, das nächste Remis.

Ein Highlight lieferte Richard Fabritius an Brett 1 gegen Josef Zollbrecht (DWZ 2267). Nachdem Richard früh einen Bauern verlor konnte er im Endspiel mit einer Traumkombination die Qualität gegen einen Bauern gewinnen. Ich traute kaum meinen Augen. Das Endspiel war aber ungewinnbar, am Ende ein fantastisches Remis gegen einen über 500-Punkte stärken Spieler, somit 3,5-2,5 für Dachau.

Andreas Ballmann hatte in einem Doppelturmendspiel 4-5 Bauern weniger. Alle gingen davon aus, dies wird der Matchgewinn für Dachau. Aber mit dem gegnerischen König auf der 8. Reihe, von einem Turm auf der 7. Reihe abgesperrt zog Andreas seinen 2. Turm auf eine (von zwei) offenen Linien und drohte einfach einzügig Matt. Nach einigen Sekunden machte sich Entsetzen im Gesicht des Gegner bemerkbar. Konnte das wirklich sein? Ja, war es, gegen diese „simple“ Mattdrohung war kein Kraut gewachsen, alle Figuren standen maximal ungünstig um das Matt zu verhindern. Eine unglaublicher Sieg von Andreas zum 3,5:3,5 Zwischenstand.

Nun waren alle Augen auf die noch laufende Partie von Tim Schmitz gerichtet, der kurzfristig für Eduard Dvorkin eingesprungen war. Tim stand zwar etwas besser, die Stellung war aber schwierig. So einigte man sich kurz nach Mitternacht nach einem für beide Seiten nervenaufreibenden Wettkampf auf Remis. Ein Sieg wäre vielleicht auch schon fast zu viel des Guten gewesen.

Zum Auftakt in die neue Saison also ein 4 : 4 gegen Dachau 1, die im Schnitt über 200 DWZ-Punkte stärker waren und die noch stärker besetzt waren als beim 4 : 4 gegen Sendling 1 im letzten Jahr!

Theo gewinnt die U8 in Höhenkirchen

Beim Jugend-Open am 31.10.2015 in Höhenkirchen erreichte Theo Schwaiger in der U8 mit 6/7 den 1.Platz. Gratulation zum Turniersieg! Mit Stefan Schamberger in der U14 holte noch ein weiterer Sendlinger Spieler einen Pokal (3.Platz). Aber auch Vu Anh Le in der U10, Michael Schamberger in der U16 und Chris Barnai in der U18 konnten mit jeweils 3 Punkten zumindest teilweise überzeugen.

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